workshops meistern www.prozessraum.ch

Lara über Workshops

Workshops mit verwertbaren Ergebnissen meistern

Workshops sind ein hervorragendes Mittel um in kurzer Zeit verwertbare Ergebnisse zu erzielen.

Das sehr positive Feedback zu unserem letzten Workshop hat diesen Artikel angestoßen.

Wir nehmen diese Chance wahr um Dich über unseren Prozess zu informieren.

In diesem Artikel geben wir Dir alle nötigen Informationen an die Hand, damit dein nächster Workshop ein noch größerer Erfolg wird.

 

Einführung

Was ist ein Workshop

Definition: Wenn in einer kleinen Gruppe von Personen für eine kurze, intensive Zeit (2h bis 8h) ein bestimmtes Thema bearbeitet wird.

Der Workshop Charakter entsteht durch diese Parameter:

  1. eine Gruppe außerhalb ihrer regulären Tätigkeit sich länger Zeit für die spezielle Lösung einer Aufgabe nimmt und daran zusammenarbeitet,
  2. die Ergebnisse über den Workshop hinaus wirken,
  3. die Leitung von einer Moderation übernommen wird (möglich von außen),
  4. gegebenenfalls Spezialisten mitarbeiten. (Quelle: Wikipedia)

 

Die verschiedenen Arten eines Workshops

Generell kennt man vier Formen eines Workshops.  Das muss aber nicht heißen, dass Du nicht einen speziellen Workshop gestalten kannst der hier nicht erwähnt ist.

Eine einfache Regel: Je klarer das Ziel ist, umso erfolgreicher kann man einen Workshop durchführen.

  1. Problemlösungs-Workshop: Ein Problem wird definiert und das zu erreichende Ziel festgelegt. Durch eine Analyse und Bewertung wird ein Maßnahmenkatalog festlegt.
  2. Konfliktlösungs-Workshop: Durch eine Diagnose von “Positiv und Negativ” die jeweiligen Wünsche und Angebote erkennen und anschließend durch eine Verhandlung zu einem Massnahmenkatalog kommen.
  3. Konzeptions-Workshop: Die Rahmenbedingungen abstecken und innerhalb des WS klären was konzipiert werden soll. Außerhalb des WS findet dann die Konzeption statt.
  4. Entscheidungs-Workshop: Nur ein Modell kann am Ende übrig sein und von dieser Prämisse aus wird jedes Modell vorgestellt und nach Beurteilungskriterien bewertet. Von den Top 3 wird dann eine Entscheidung gefällt.

 

Workshops erfolgreich vorbereiten – die hohe Kunst der Planung

Ein erfolgreicher Workshop steht und fällt mit der Vorbereitung. Die Frage, ob sich ein Workshop für das Thema eignet, sollte mittlerweile geklärt sein. Jetzt geht es darum den Event so zu definieren, dass das vordefinierte Ziel erreicht werden kann.

Die nächsten Zeilen sollen einen Impuls geben was alles in einer Planung bedacht werden muss. Alles von der Art der Moderation über das Equipment bis hin zur Lokation werden jetzt besprochen.

Moderation

Das spezielle an einem Workshop ist, dass ein Moderator die Führung übernimmt.

Er ist der “Dirigent” der Veranstaltung. Seine Aufgabe liegt darin die Veranstaltung zu lenken, damit Sie direkt auf das Ziel zusteuert und nicht unterwegs vom Weg abkommt.

In diesem Artikel ist der “Moderator” gleichzeitig der Leiter des Workshops und wird als Synonym verwendet.

Der Moderator beginnt mit der Einleitung und stimmt die Gruppe auf den Tag ein. Hier muss das erste Mal das gewählte Ziel angesprochen werden.

Er lenkt die Diskussionen mischt sich aber nicht ein. Das heißt, bestenfalls hat er keine Meinung zum Thema und gibt diese auch nicht Preis.

Sein Mehrwert liegt darin die Teilnehmer dazu zu bewegen ihren Input zu liefern und alles auf den Sprichwörtlichen “Tisch” zu legen.

Es macht sehr viel Sinn für diese überaus verantwortungsvolle Aufgaben eine externe geschulte Person zu organisieren. Immerhin kann man sagen, dass der Erfolg in sehr großen Teilen von dieser Person abhängt.

Dem Moderator sollten nach Möglichkeit auch ein oder zwei Helfer am Workshop unterstützen.

Diese Personen unterstützen den Moderator dabei Fragen zu beantworten, während der Gruppenaufgaben als Ansprechperson zur Verfügung zu stehen oder Materialien zu organisieren.

Nicht zuletzt muss jemand auch Fotos machen für die Nachbearbeitung des Workshops. Das ist eine zentrale Aufgabe des Workshops und wird später näher erklärt.

 

Andere Dinge – Equipment, Material und Veranstaltungsort

Was das Equipment angeht, gibt es Moderationskoffer zu kaufen, die alles enthalten was gebraucht wird. Von Textmarkern über Stecknadeln bis hin zum Tesafilm ist dort alles vorhanden und erleichtert somit den Tag.

Hier noch eine Liste von Dingen die man parat haben sollte:

  • Flipchart
  • Pinnwände
  • PPT Präsentation
  • Beamer
  • Laptop

Die meisten Veranstaltungsorte für Workshops haben diese Dinge vor Ort. Es ist aber die Aufgabe des Workshopleiters sicherzustellen, dass alle nötigen Materialien und das Equipment da sind.

Wer extern ist und als Moderator / Workshopleiter eingekauft wurde, sollte mit dem Veranstalter Kontakt aufnehmen und sich über diese Dinge austauschen.

Es gibt nichts schlimmeres, als zum Workshop zu erscheinen und es gibt keinen Beamer. Leider hat man die Präsentation nur in digitaler Form dabei.

Das wird ein sehr interessanter Tag werden, versprochen.

 

Weitere Unterlagen zur Vorbereitung

Falls es spezielle Poster gibt, die es braucht um den Workshop zu moderieren, muss man diese vorher erstellen. Das gleiche gilt für Checklisten oder Aufgaben für Gruppenarbeiten.

Ein Beispiel das einem viele Kopfschmerzen spart: Ein Poster mit den “Spielregeln” macht überaus viel Sinn und sollte so platziert werden, dass jeder Teilnehmer diese sehen kann. Was für Spielregeln?

  • Keine Handys
  • Keine E-Mails während des Workshops
  • Judgment-free Zone
  • Jeder darf aussprechen
  • Jede Meinung zählt gleich viel

Eine Liste mit Sätzen, die Du im Workshop nicht hören möchtest, ist auch in sehr interessanter Twist, den viele so nicht nutzen.

Schreibe auf ein Poster die “Top 10 Sätze”, die der Kreativität im Weg stehen, wie z.B.:

  • “Das machen wir schon immer so…”
  • “Das klappt hier nie…”
  • “Wer soll das bezahlen…”
  • “In der Praxis funktioniert das nie”
  • … und so weiter.

Checklisten helfen nicht den Überblick zu verlieren. Daher kann und sollte man eine haben, wenn man des Öfteren Workshops organisiert oder leitet.

Auf dieser stehen dann auch Dinge wie:

  • Sind alle Teilnehmer eingeladen
  • Wurde die nötigen Räume reserviert
  • Getränke und Snacks
  • Beamer und Laptop
  • Agenda

 

Ablauf eines Workshops planen

Das größte Geheimnis eines erfolgreichen Workshops liegt in der Planung. Wie so viele Dinge im Leben erleichtert die richtige Planung die Durchführung des Workshops enorm.

Die Agenda sollte am Ziel ausgerichtet sein und genügend Platz und Raum für kreative Prozesse lassen.

Nicht zu vergessen ist es, dass je länger der Tag geht, umso weniger Energie vorhanden ist. Es ist die Aufgabe des Moderators diese Täler zu überbrücken und für “Schwung” zu sorgen.

Da Du es hier mit Menschen zu tun hast solltest Du auch die nötigen Bio-Pausen einberechnen.

Hier ein Vorschlag für eine Agenda mit kurzer Erklärung:

  1. Begrüßung – 5 Minuten
  2. Einführung – 10 Minuten
    1. Teilnehmer
    2. Spielregeln
    3. Erwartungsabfrage
  3. Thematik und Zielfestlegung – 15 Minuten
  4. Agenda und Pausen – 3 Minuten

Begrüßung

Die Begrüßung der Teilnehmer und Einstimmung auf den Event. Sich selbst Vorstellen und was die Aufgabe des Moderators ist.

Einführung

Das Thema des Tages erklären und die zu erreichende Ziele definieren.

Es macht durchaus Sinn das Thema “Workshop” kurz aufzunehmen und allen anwesenden zu erklären, wie diese Werkzeuge heute genutzt werden.

Hierzu dienen auch die nächsten Schritte.

            Teilnehmer

Jeder Teilnehmer soll sich kurz vorstellen und gerne seine Erwartungen an den Workshop erwähnen. Falls speziell etwas vorbereitet wurde, wie z.B. seine Herausforderungen in Bezug auf die Thematik, ist hier der richtige Platz dafür.

Haben die Teilnehmer bereits Herausforderungen erwähnt, nicht vergessen diese hier irgendwo zu notieren.

            Spielregeln

Die Spielregeln sind ein sehr wichtiger Teil eines jeden Workshops, auch wenn sich das lustig anhört.

Steht der “Code of Conduct” oder die “Benimmregeln” nicht von vorneherein fest, kann es zu sehr hitzigen Diskussionen kommen.
Dies sollte so gut wie möglich vermieden werden, da wir eine “Safe Zone” für alle Meinungen und Kommentare schaffen wollen.

Deshalb am besten ein Poster an der Wand und von Zeit zu Zeit darauf hinweisen falls nötig.

Das erspart einem viele Kopfschmerzen im Verlauf des Tages und fokussiert die Diskussion auf die Sache und nicht Personen.

spielregeln www.prozessraum.ch

            Erwartungsabfrage

Wurde bei der Einführung bereits darüber gesprochen, fällt dieser Punkt weg. Ansonsten ist jetzt der richtige Zeitpunkt darüber zu sprechen.

Mit dieser Frage bekommst du einen tollen Feedback Loop am Ende des Workshops.

Nach einem langen und produktiven Tag können die gerade gemachten Erfahrungen mit einbezogen werden, wenn gefragt wird, ob die Erwartungen getroffen wurden.

Kein Muss aber ein sehr großes Kann.

Thematik und Ziel festlegen

Das Ziel des Workshops wurde hundertprozentig mit dem Veranstalter vorgängig geklärt.

Der Moderator informiert jetzt die Anwesenden über das Ziel und stimmt alle auf dieses ein.

Extra Punkte gibt es für den Moderator, der bereits ein wenig durchschimmern lässt, wie man dieses Ziel erreichen möchte und mit welchen Mitteln.

Das nimmt den Teilnehmern die Angst vor dem Fremden und steuert zugleich falsche Erwartungen aus.

Agenda und Pausen

Damit richtig produktiv gearbeitet werden kann, muss vorher für jeden klar sein, was heute geleistet werden muss.

Die Agenda fokussiert auf das Ziel und zeigt jedem den Spielplan auf mit dem dieses erreicht werden muss.

Es ist wichtig den time-boxed Ansatz zu fahren und Zeitangaben zu machen wie lange welche Aktivitäten brauchen werden.

Um unnötige Störungen zu vermeiden, ist das der richtige Zeitpunkt über die Arten von Pausen zu sprechen und wie diese eingeläutet werden.

Agenda www.prozessraum.ch

 

Den Workshop führen, leiten und moderieren

Jetzt verlassen wir die Theorie und stürzen uns in die Praxis.

Der folgende Teil zeigt die zuvor angesprochene Success Story auf und beschreibt was wir in diesem speziellen Fall gemacht haben.

Das wird Dir helfen zu verstehen, wie die Theorie in der Praxis angewendet und umgesetzt werden kann.

 

Framing / Problem Statement

Alle Anwesenden im gleichen Boot zu haben ist der Schlüssel zum Erfolg.

Jeder wusste, dass es darum geht, einen bestehenden Prozess zu analysieren. Die Frage ist, weiß jeder was ein Prozess ist?

Wahrscheinlich nicht.

Deshalb haben wir Zeit investiert zu erklären was ein Prozess ist und weshalb dieser so wichtig ist im Kontext.

Nachdem das klar war, sind wir noch kurz über die Frage gegangen, warum “Prozessmanagement” so wichtig ist für die Teilnehmer und ihre tägliche Arbeit.

Jetzt wo jeder wusste worum es geht und weshalb es für Ihn wichtig ist mitzuarbeiten, konnte es an die Hauptaufgabe gehen.

Die Definition von dem gewählten Ist-Prozess aus der Sicht der Mitarbeiter.

what do we need to have a process www.prozessraum.ch

why should we care about processmgmt www.prozessraum.ch

 

Hauptaufgabe: Ist-Prozess Mapping

Das Ziel war nicht einen gesamten Prozess von A bis Z zu analysieren, sondern es geht darum, dessen Probleme zu finden.

Nachher kann dann weiter an den Lösungen gearbeitet werden. Wenn man das Ziel hat ein komplettes Process Mapping zu machen, wird wohl ein Tag dafür nicht genügen.

Das bessere Tool wäre dann ein „process walk“ im Office.

Die Idee war es, den Teilnehmern aufzuzeigen, wie man an die Lösung kommt.

So wird das Wissen über diesen Prozess weitergegeben und kann in Abwesenheit von uns Workshopleitern später wiederholt werden.

Das ist prozessraums Ansatz und ist definitiv nicht für alle Firmen so.

Der Ist-Prozess wird jetzt auf einem Poster durch die Teilnehmer definiert. Mit Hilfe von einigen Techniken und der Moderation werden die Problemfelder gefunden.

Diese Slide zeigt den Teilnehmern auf was das zu erzielende Resultat ist. Wie von der Aufnahme des Ist-Prozesses eine Liste entsteht die später die Folgeschritte definiert.

Wir verwenden hierfür drei Tools:

  • Value Stream Mapping,
  • Problem Definition / Root Cause Analysis und
  • den Massnahmenkatalog.

capture process and problem www.prozessraum.ch

Value Stream Mapping (VSM)

Die Value Stream Map ist eine strukturierte Form den Prozess aufzuzeigen mit dem Ziel die Probleme in einem Prozess zu finden.

Nicht nur hilft dieses Tool den Mitarbeitern das Business besser zu verstehen, sondern fördert das Denken wie man Verbesserungen anbringen könnte.

Value Stream Mapping Template wwww.prozessraum.ch

 

Ursachenforschung – Root Cause Analysis

Dieses Bild ist eine Übersicht über mögliche Werkzeuge zur Ursachenanalyse.

Sind die Probleme über die VSM erst einmal ermittelt, muss man zum Kern der Sache vordringen.

Dabei hilft die Root Cause Analysis, welche verschiedene Versionen hat.

Nicht alle Tools müssen verwendet werden und dies ist eine Übersicht zum besseren Verständnis für die Teilnehmer.

tools for root cause analysis www.prozessraum.ch

 

Die 12 einfachen Schritte ein Problem zu lösen

Diese 12 Schritte helfen dabei den Fokus bei der Findung richtig zu setzen.

Es geht darum, dass Problem so gut wie möglich zu beschreiben und wenn möglich mit Zahlen und Daten zu belegen.

Steht das Problem fest kann man beginnen mit der “5-Why Methode” tiefer zu “bohren”, um an die Ursache des Problems zu kommen.

In den meisten Fällen, ist nämlich das erste Problem nie wirklich die Ursache, sondern ein Symptom für ein Problem.

In unserem Fall haben wir weder die Belegung mit Daten und Fakten gemacht noch sind wir über den Drill-Down (so nennt sich das Bohren in Fachsprache) hinausgegangen.

12 steps problem solving www.prozessraum.ch

 

Die 5-Warum Methode

Die 5-Why Methode ist ein weiteres sehr elegantes Tool aus der Prozessmanagementlehre.

Wie bereits beschrieben, fragt man so oft “Warum”, bis man sicher ist die Ursache für ein Problem gefunden zu haben.

Das hört sich trivial an, braucht aber sehr viel Fokus und Willen, um nicht zu früh aufzuhören. Ist die Ursache gefunden, kann diese auf dem Massnahmenkatalog.

 

5 why method www.prozessraum.ch

Der Action-Plan oder Massnahmenkatalog

Der Action Plan oder Massnahmenkatalog führt jetzt die gefundenen Probleme auf. Beschreibt dies auf die genaueste Weise und zeigt die Ursache auf. Danach was der nächste Schritt zur Lösung ist und wer dafür zuständig ist.

Damit das verbindlich bleibt, sollte ein Enddatum gewählt werden.

Für den Auftraggeber ist dies meist der entscheidende Schritt und Grund für den Workshop.

Am Ende möchte man einen Plan haben, wie man das eruierte umsetzen kann.

Dies erklärt diese Liste zwar nicht wirklich, aber sie befähigt dazu die nächsten Schritte zur Lösung einzuleiten.

action plan www.prozessraum.ch

 

Resultate präsentieren, verstehen und verständlich machen

Sind alle Schritte von oben befolgt worden, geht es daran die gemachten Resultate mit den Teilnehmern zu besprechen.

Hierfür lässt man die gemachten Gruppenarbeiten präsentieren und von der Gruppe besprechen. Es ist ganz sicher, dass nicht jeder mit den erarbeiteten Resultaten übereinstimmen wird.

Das ist auch gewünscht so, denn es geht ja darum ein gemeinsames Verständnis für die Probleme zu entwickeln und dann die wirklichen Ursachen aufzuschreiben.

Die erneute Auseinandersetzung mit einer erarbeiteten Lösung lässt die Qualität steigen.

Es ist immerhin gut möglich, dass jemand entscheidendes für einen Prozess in einer anderen Gruppe war und jetzt einen guten Input liefert.

Warum jetzt? Oftmals sind betroffene so tief in der Thematik, dass ohne diese Vorarbeit, die wahren Ursachen nicht gesehen werden.

Ansonsten wären diese wahrscheinlich längst bekannt und behoben.

Steht fest das wir am Ziel sind werden die Whiteboards fotografiert um die Dokumentation sicherzustellen.

Es reicht mit den Teilnehmern zwei oder drei Probleme gemeinsam in den Maßnahmenkatalog einzutragen. Die restliche Arbeit wird in unserem Fall von prozessraum gemacht und später dem Kunden zugestellt.

Die Idee ist wiederum nur, dass gesehen wird wie das der Profi macht und das es wiederholbar für die Teilnehmer ist.

Oftmals braucht es jedoch weitere Unterstützung um das Momentum nicht zu verlieren.

Denn kaum im Büro-Alltag zurück, vergisst man oft, dass da noch ein paar Tasks aus dem Workshop zu erledigen sind.

 

Feedback einholen und Loop back

Wenn Du am Anfang die Erwartungen abgeholt hast, bist Du in der Pflicht zu fragen ob diese getroffen wurden.

Wer nicht gefragt hat, sollte trotzdem ein Feedback von den Teilnehmern einholen. Diese Fragen helfen ein gutes Feedback zu bekommen.

  • Was hat mir gut gefallen
  • Was war nicht so gut
  • Was hat mir gefehlt
  • Was habe ich gelernt

Das Feedback ist für uns zur Verbesserung des Services zwar super wichtig, aber auch die Teilnehmer können hier lernen.

Diese Reflektion am Ende vom Tag hilft es, ohne Filter die Emotionen und das Erlebte abzuholen. Außerdem bekommt man so meiner Meinung nach, ein ehrlicheres Feedback, was das Thema angeht.

Hier ein Beispiel wie das in unserem Fall aussah.

feedback collage www.prozessraum.ch

 

Die Workshop Nachbearbeitung

Vor dem Workshop ist nach dem Workshop

Zur Nachbereitung gehört all das, was wir am Anfang mit dem Auftraggeber definiert haben.

In diesem Beispiel wollten wir den IST-Prozess analysieren und dessen Probleme aus der Sicht der MA aufdecken und zu einem Action Plan kommen.

Die Umsetzung dieser Liste ist dabei nicht Teil gewesen und wird von der Firma alleine angegangen.

Wie oben erwähnt haben wir hierfür diverse Werkzeuge eingesetzt:

  • Brainstorming
  • Value Stream Mapping
  • Problem Erkennung und Definition in 12 Schritten
  • Ursachenforschung mit 5-Why Methode
  • Action Plan

Gerne präsentieren wir hier die Ergebnisse und wie das gesamte Bild dann in ausgefüllter Form aussieht.

Brainstorming / Open Discussion

Dieses Werkzeug wurde zum Facilitieren eingesetzt und ein wirkliches Work Product wurde in diesem speziellen Fall nicht erstellt. Das Wichtige war, dass die Teilnehmer offen über ihre Probleme aus dem Alltag sprechen und sich mitteilen. Ansonsten wären keine Probleme offenbart worden an denen gearbeitet hätte können.

VSM – Value Stream Mapping

Anhand der vielen Blitze auf dem Prozess sieht man sofort, dass die Teilnehmer super mitgemacht haben. Es sind viele Dinge aufgekommen, die den meisten so nicht bewusst waren.

Es fällt auch auf, dass wir mit dem Prozess nur bis zur Hälfte gekommen sind und bereits 20 Probleme gefunden haben. Nicht alle Probleme sind riesige Baustellen, aber die wirklichen großen Fische stehen später im Massnahmenkatalog.

VSM ausgefüllt www.prozessraum.ch

 

Liste der Probleme

Mit Hilfe einer fleißigen Helferin haben wir es geschafft alle 20 Probleme auf zwei Whiteboards aufzuschreiben und zu bewerten.

Die Bewertung der Subjektiven Wichtigkeit wurde hierbei von den Teilnehmern selbst durchgeführt.

Es war wirklich beeindruckend zu sehen wie offen alle waren, um an den Kern der Sache zu kommen was die Probleme im Prozess angehen. Ansonsten kommt man nicht auf so eine Anzahl von sehr guten Punkten zu einem einzigen Prozess.

problem development www.prozessraum.ch

 

Massnahmenkatalog oder Open Challenge List

Am Ende wurden die gesamten Statements in eine Excel Liste übertragen. Wie bereits erwähnt gehört das zu unserem Service und wurde nicht von den Teilnehmern gemacht.

Diese Liste ist jetzt sozusagen die Roadmap für den angestrebten Change.

Es wurde offensichtlich, dass auch schon durch viele kleine Änderungen eine riesige Wirkung erzielt werden kann. Das ist die Macht dieses Systems und bringt Teilnehmer immer wieder zum Staunen.

Der Action Plan ist nichts weiteres als der Maßnahmenkatalog in PowerPoint Form.

Für uns hat sich herausgestellt, dass während eines Workshops mit Excel zu hantieren wirklich nicht optimal ist. Deshalb haben wir ein Template gemacht, welche die Teilnehmer während der Gruppenarbeit mitnehmen und ausfüllen können.

Open Challenge List www.prozessraum.ch

 

Das Foto Protokoll – Was haben wir gemacht?

Alle Bilder, die in diesem Artikel aufgezeigt werden, ergeben am Schluss das Foto Protokoll. Hierfür muss während des Workshops oder danach aber auch alles Fotografiert werden.

Es ist wichtig als Abschluss zu einem Workshop die Ergebnisse so gut wie möglich zu dokumentieren und zu fotografieren.

Die Teilnehmer müssen nach dem Workshop die Chance haben sich an der geleisteten Arbeit zu orientieren und erinnern worum es ging.

Außerdem werden Ergebnisse oft auch Nicht-Teilnehmern und dem Management präsentiert, da braucht es eine gute Dokumentation für das Verständnis.

Zu guter Letzt, hilft es auch eine visuelle Kontrolle über den Weg zu haben, wie man zum Ergebnis gekommen ist.

workshop impressions www.prozessraum.ch

 

Zusammenfassung

Wer einen Workshop erfolgreich planen und durchführen möchte, sollte sich an einige Dinge halten.

Die Planung ist das A und O und darf nicht zu leicht genommen werden. Von der Lokation über die Teilnehmer, das Mittagessen oder den Beamer. Alles muss vorher klar sein oder man gerät leicht in Stress bevor es los geht.

Die Arbeit während des Workshops muss gelenkt und geführt werden. Am Besten man hat vorher klar die Regeln definiert und darauf verwiesen. Macht man dies nicht, wird es schnell brenzlig, wenn die Gemüter auf Touren kommen.

Den Verlauf und das Ziel müssen klar kommuniziert werden und auch wie dieses erreicht werden soll. Dann führt man professionell ohne sich einzumischen durch das Dickicht der Informationen auf die andere Seite zur Lösung.

Am Ende sollte der Raum visuell die geleistete Arbeit widerspiegeln. Das ist wichtig für die Nachbearbeitung und das Protokoll, also nicht vergessen Fotos zu machen.

Nach dem Workshop erwartet der Kunde meistens die erarbeiteten Ergebnisse in irgendeiner Form. Nicht nur um an den Lösungen zu arbeiten, sondern auch um diese in der Firma kommunizieren zu können.

Das ist auch die Aufgabe vom Workshopleiter und sollte im Voraus geklärt werden, welche Erwartungen der Auftraggeber hier hat.

Jetzt bleibt es nur noch den Erfolg zu feiern und zu üben, üben und üben und die weiteren Lösungen zu den Problemen zu bearbeiten.

Der Workshop ist nur eine Kick-off Veranstaltung und danach muss die Umsetzung folgen.

Vielleicht interessiert Dich das?

Value Stream Mapping – Wertstromanalyse vereinfacht

Value Stream Mapping (VSM) oder die Wertstromanalyse kommt aus der Betriebswirtschaft und wird dazu verwendet den momentanen Zustand eines Prozesses zu identifizieren. Im klassischen Sinne dient es dazu „Waste“ aus dem Prozess zu eliminieren und somit die effizienz des Prozesses zu erhöhen.

Brainstorming – Probleme identifizieren

Brainstorming wird vorwiegend dort verwendet, wo klassische Lösungsansätze versagt haben und neue Ideen gesucht werden. Eine Gruppe von Menschen treffen sich um neue Ideen und Lösungen für ein spezifisches Problem zu finden.

FMEA – Fehlermöglichkeits- und einflussanalyse

FMEA (Failure Mode and Effects Analysis) kommt wie viele Werkzeuge des Prozessmanagement aus Japan. Diese wurde wie so oft durch den Einsatz bei Toyota populär.

DIY - Templates, Videos und Guides

Lernserie über Op-Ex (Gratis)

Lara über Prozesse