Root Cause Problem Solving: Das Problem bei der Wurzel packen

Jede Unternehmung oder Organisation möchte ihre Effizienz und Qualität steigern. Dazu gehört die Erkennung von Verschwendung/Waste, damit diese minimiert oder eliminiert werden können. Das „Root Cause Problem Solving“ (RCPS) hilft dabei die Probleme zu verstehen, die Ursachen der Probleme (Root Cause) herauszufinden, Massnahmen zu erarbeiten und schliesslich die Probleme zu beheben.

RCPS bedeutet, das Problem bei der Wurzel anzupacken. Es ist sehr wichtig nicht nur die Symptome zu bekämpfen sondern tiefer zu graben und die Ursache des Problems herauszufinden. Und zwar unbedingt, bevor man in teure Software für die Problemlösung investiert. Sonst schafft man sich nur neue Probleme an.

Wenn Fehler passieren wird allzu oft nur der Fehler an sich behoben, also das Symptom. Nach der Ursache wird häufig leider nicht gesucht. Somit passiert dieser Fehler immer wieder – was eine immense Verschwendung bedeutet. Erst eine gute Fehlerkultur innerhalb der Organisation macht es möglich, Fehler als Chance zu sehen und diese entsprechend anzupacken.

Wie funktioniert „Root Cause Problem Solving“ (RCPS)?

Eine Root Cause Analyse sollte möglichst schnell nach dem Auftreten eines Problems/Fehlers durchgeführt werden. Ausserdem ist es wichtig, dass alle am Prozess beteiligten Personen in die Analyse miteinbezogen werden:

  • Probleme/Fehler notieren: Entweder sind die Fehler/Probleme bereits bekannt, ansonsten können diese herausgearbeitet werden, zum Beispiel mit einem Collagen Workshop oder der Value Stream Mapping Methode. Am besten werden die Probleme in einer Open Challenge-Liste (OCL) festgehalten, also in einer Pendenzenliste (Issue List)
  • Die Fehler/Probleme  mittels der 6W-Fragetabelle beschreiben
  • Das Verbesserungspotential berechnen
  • Es ist möglich, dass ein Problem mehrere Ursachen hat – diesen Umstand berücksichtigt die Fishbone-Methode (Ishiwaka-Diagramm). Dabei werden 7 Bereiche systematisch analysiert: Menschen, Maschinen, Material, Methoden, Mitwelt/Milieu, Messung und Management. Danach wird für jede gefundene Ursache die 5 Why Methode angewendet
  • Durch gezieltes Fragen nach dem „Why?“ wird die Grundursache, die Wurzel für ein Problem gefunden. Oft passiert das nach dem 5. Mal „Why“ – die Anzahl ist dabei aber gar nicht so entscheidend. Wichtig ist es, solange nachzufragen, bis die Ursache des Problems gefunden wird
  • Massnahmen für die Problemlösung erarbeiten

Wir von prozessraum wenden ein spezielles Vorgehen an, wenn es um „Root Cause Problem Solving“ geht. Dazu nutzen wir das 12-Schritte-Programm, welches wir seit Jahren für unsere Kund*innen anwenden und in Kürze hier auf dem Blog vorstellen.



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