Value Stream Mapping www.prozessraum.ch

Prozessmanagement - Value Stream Mapping (VSM), Prozess Analyse

Prozessmanagement muss für jeden Kunden an Top Priorität stehen. Kosten zu sparen, Durchlaufzeiten minimieren um wiederum ihre Kunden zufrieden zu stellen ist der Schlüssel des Erfolges.
Kundenerwartungen von unseren Kunden erfüllen und zu übertreffen sind immer unser Ziel. Um so schöner, wenn es wieder geklappt hat, denn daraus ziehe ich meine Motivation.

Eine Value Stream Optimization führe ich durch, wenn ich den Prozess visualisieren will, um die Prozessprobleme heraus zu kristallisieren. Für mich ist es zweitrangig einen perfekten Prozess zu zeichnen, im stillen Kämmerchen zu sitzen und für mich alleine einen neuen Prozess zu gestalten, nach aller Form der Kunst und meines Könnens. Denn ehrlich gesagt, spielt das gar keine Rolle, wie gut ich bin und wie perfekt mein gezeichneter Prozess sein wird. Wenn er nicht umsetzbar ist, nicht getragen wird von den Mitarbeitern, die diesen dann auszuführen haben, dann ist das verschwendete Zeit und das mag ich nicht, denn davon haben wir nicht genug.

Ich möchte jeweils mit den Mitarbeitern des End-to-End Prozesses in einem Raum sitzen und diesen Schritt um Schritt aufnehmen. Die dabei resultierenden Probleme nehme ich oder ein Mitarbeiter separat auf einem Flipchart auf, damit wir später strukturiert weiter an den Problemen und deren Ursachen arbeiten können.

Der grosse Vorteil ist, wenn man mit den betroffenen Personen Schnittstellen übergreifend zusammen sitzt, das sie gemeinsam über den gleichen Prozess reden und auf einmal ein Verständnis vorherrscht. Sobald dieses Verständnis für die anderen da ist, warum sie das so tun, wird Energie neu in die gemeinsame Anpassung der Prozesse gesteckt und nicht mehr im Ärgernis über die anderen, die immer alles anders machen, gesteckt. Tönt einfach? Ist es auch, denn Kommunikation ist auch beim Thema Prozess ein zentraler Bestandteil. Wenn du in einen Raum kommst mit 10 Mitarbeitern, wie viele unterschiedliche Arten wirst du finden, den gleichen Prozess zu machen? 10 ist da die absolut richtige Antwort. Ist dies falsch? Nein, falsch sicherlich nicht, aber die Kollegen haben vielleicht andere Wege um effizienter und die Arbeit in höherer Qualität zu liefern, warum also nicht voneinander lernen. Und mir geht es hier nicht um „control C, control V“ sondern um „Best Practices“ die allen einen Mehrwert bringen.

Willst du es selber können? In meiner 3 Tages Lernserie kannst du lernen wie das geht und nicht nur das. Sondern ich zeige dir, wie du deine Prozesse ganzheitlich optimierst.

Ein Kundenbeispiel eines 1-tägigen Workshops als Kick-off

Ein Kunde in der Textilindustrie hat mich um Unterstützung bei der Prozessaufnahme und der Problemfindung gebeten.

Des öfteren dürfen wir unsere Kunden in der Prozessanalyse begleiten und erfolgreich in der Umsetzung unterstützen. Auch in diesem Fall haben wir es geschafft, unseren Kunden sehr zufrieden zu stellen.

Prozesse aufzunehmen, zu analysieren und neu zu designen ist nicht eine Sache, die man in einem Tag erledigt. Doch man kann an einem Tag den Start-Punkt, mit den Verantwortlichen Personen, dafür legen.

Eine VSM (Value Stream Mapping) habe ich in diesem Fall dazu genutzt, die Prozess- Probleme sichtbar zu machen um danach strukturiert daran arbeiten zu können. Es ist wichtig, den Prozess visuell für alle Beteiligten aufzuschreiben, damit jederzeit das gleiche Verständnis herrscht, wo man sich in der Diskussion gerade befindet. Und natürlich auch, um die Probleme visuell festzuhalten.

Warum ist das überhaupt wichtig, das man dies in einem Workshop macht. Man könnte doch einfach durch die Reihen gehen und die Leute fragen, was ihnen im Prozess Schwierigkeiten bereitet. Es muss ein gleiches Verständnis vom Problem im Team und in den Schnittstellen herrschen. Ohne dies, wird man keine Verbesserung hinkriegen. Denn wenn ich es als Projektleiter bei einem Mitarbeiter aufnehme und den Prozess danach anpasse, woher weiss ich, das es nicht noch andere, bessere Möglichkeiten gibt? Und wenn die anderen Mitarbeiter dies dann nicht so sehen, warum sollte sie den Prozess anpassen?

Prozesse in einem Team, mit den Schnittstellen anzupassen bedeutet Change und das funktioniert nur, wenn man ein gleiches Verständnis auf das gleiche Thema hat. Dieses gilt es an einem gemeinsamen und visuell gestalteten Workshop zu schaffen.

Herausforderung bei einer VSM

In einem Tag einen ganzen Prozess aufzunehmen, alle Probleme herauszukristallisieren und danach eine Ursachen-Analyse, für jedes aufgetretene Problem zu machen, ist nicht möglich. Prozessmanagement – Value Stream Mapping (VSM)

Bei unserem Kunden haben wir die Hälfte des Prozesses aufgenommen und über 20 Probleme gefunden. Diese haben wir in einem weiteren Schritt einer RCPS Session (Root Cause Problem Solving Session) unterzogen.

Aber wie bin ich nun konkret vorgegangen.

Begrüßung und Einführung zum Prozessmanagement – Value Stream Mapping (VSM) Workshop

Ich begrüsse die  Teilnehmer und Stimme sie auf  den Event ein. Erkläre ihnen, was sie heute erwartet, den Ablauf und das erwartete Ergebnis. Auch das es kein Monolog von meiner Seite her sein und das es anstrengend werden wird, da man viel von sich selber investieren muss. Dies ist jeweils ein sehr wichtiger Punkt, den ich immer sehr klar und deutlich präsentiere und auch wiederhole. Denn es ist wichtig, dass die Mitarbeiter mit einem guten Gefühl den Workshop verlassen und vor allem mit etwas konkretem um weitere daran zu arbeiten. Sie wissen also von Anfang an, was auf sie zukommt und worauf sie sich einlassen. Prozessmanagement – Value Stream Mapping (VSM)

Es macht durchaus auch Sinn das Thema “Workshop” kurz aufzunehmen und allen Anwesenden zu erklären, wie diese Werkzeuge heute genutzt werden.

Ich stelle mich vor und was meine heutige Aufgabe als Moderator ist.

Teilnehmer

Jeder Teilnehmer soll sich kurz vorstellen und gerne seine Erwartungen an den Workshop erwähnen. Mit dieser Frage bekommst du einen tollen Feedback Loop am Ende des Workshops. Nach einem langen und produktiven Tag können die gerade gemachten Erfahrungen mit einbezogen werden, wenn gefragt wird, ob die Erwartungen getroffen wurden.

Falls speziell etwas vorbereitet wurde, wie z.B. seine Herausforderungen in Bezug auf die Thematik, ist hier der richtige Platz dafür.

Haben die Teilnehmer bereits Herausforderungen erwähnt, nicht vergessen diese irgendwo zu notieren.

 Spielregeln Prozessmanagement – Value Stream Mapping (VSM)

Die Spielregeln sind ein sehr wichtiger Teil eines jeden Workshops, auch wenn sich das lustig anhört.Steht der “Code of Conduct” oder die “Benimmregeln” nicht von vorneherein fest, kann es zu sehr hitzigen Diskussionen kommen. Dies sollte so gut wie möglich vermieden werden, da wir eine “Safe Zone” für alle Meinungen und Kommentare schaffen wollen.

Deshalb am besten ein Poster an der Wand und von Zeit zu Zeit darauf hinweisen, falls nötig.

Das erspart einem viele Kopfschmerzen im Verlauf des Tages und fokussiert die Diskussion auf die Sache und nicht Personen.Value Stream Mapping (VSM)

spielregeln www.prozessraum.ch

Thematik und Ziel festlegen

Das Ziel des Workshops wurde hundertprozentig mit dem Veranstalter vorgängig geklärt.

Der Moderator informiert jetzt die Anwesenden über das Ziel und stimmt alle auf dieses ein.

Extra Punkte gibt es für den Moderator, der bereits ein wenig durchschimmern lässt, wie man dieses Ziel erreichen möchte und mit welchen Mitteln.

Das nimmt den Teilnehmern die Angst vor dem Fremden und steuert zugleich falsche Erwartungen aus. Prozessmanagement – Value Stream Mapping (VSM)

Agenda und Pausen Prozessmanagement – Value Stream Mapping (VSM)

Damit richtig produktiv gearbeitet werden kann, muss vorher für jeden klar sein, was heute geleistet werden muss. Die Agenda fokussiert auf das Ziel und zeigt jedem den Spielplan auf mit dem dieses erreicht werden muss.

Es ist wichtig den time-boxed Ansatz zu fahren und Zeitangaben zu machen wie lange welche Aktivitäten brauchen werden.

Um unnötige Störungen zu vermeiden, ist das der richtige Zeitpunkt über die Arten von Pausen zu sprechen und wie diese eingeläutet werden.

Da ich persönlich die Pausen immer vergesse, da ich im Fluss bin, bitte ich am Anfang die Teilnehmer mich daran zu erinnern, wenn sie eine Pause benötigen.

Den Workshop führen, leiten und moderieren

Alle Anwesenden im gleichen Boot zu haben ist der Schlüssel zum Erfolg. Darum lasse ich oft mehr Diskussionen zu, als es andere Moderatoren tun würden. Nicht das man jetzt meint, es gäbe eine Laber-Runde, das auf keinen Fall. Aber um das Verständnis des Kollegen auf den gleichen Punkt zu bekommen, benötigt oftmals mehr Zeit. Hier braucht es Fingerspitzengefühl damit ein Abklemmen der Diskussion nicht persönlich empfunden wird.

Framing / Problem Statement

Jeder wusste, dass es darum geht, einen bestehenden Prozess zu analysieren. Die Frage ist, weiß jeder was ein Prozess ist? Warum es wichtig ist, Prozesse aufzunehmen? Diese visuell zu gestalten?

Wahrscheinlich nicht alle.

Deshalb investiere ich jeweils ein Paar Minuten um zu erklären, was ein Prozess ist und weshalb dieser so wichtig ist im Kontext.

Nachdem das klar war, sind wir noch kurz über die Frage gegangen, warum “Prozessmanagement” so wichtig ist für die Teilnehmer und ihre tägliche Arbeit.

what do we need to have a process www.prozessraum.ch

why should we care about processmgmt www.prozessraum.chJetzt wo jeder wusste worum es geht und weshalb es für ihn wichtig ist mitzuarbeiten, konnte es an die Hauptaufgabe gehen.

hauptaufgabe: ist-prozess mapping

Das Ziel von diesem Workshop war es nicht einen gesamten Prozess von A bis Z zu analysieren, sondern es ging im ersten Schritt darum, greifbare Probleme im Prozess zu finden, an welchen man arbeiten kann und man hat in kurzer Zeit 20 davon gefunden.

Wenn man das Ziel hat, einen kompletten Prozess aufzunehmen, wird ein Tag dafür nicht reichen. Das bessere Tool ist dann ein „process walk“ im Office. Aber Achtung! Die Problembeobachtungen kommen dann von der Seite vom Projektleiter und müssen danach mit den Beteiligten besprochen werden um ein einheitliches Verständnis zu bekommen. Denn wie bereits eingangs erwähnt: Veränderungen zu implementieren geht nur mit der Beteiligung der Betroffenen Mitarbeiter.

Der Ist-Prozess wird jetzt auf einem Poster durch die Teilnehmer definiert. Mit Hilfe von einigen Techniken und der Moderation werden die Problemfelder gefunden.

Diese Slide zeigt den Teilnehmern auf was das zu erzielende Resultat ist. Wie von der Aufnahme des Ist-Prozesses eine Liste entsteht die später die Folgeschritte definiert.

Wir verwenden hierfür folgende Tools:

  • Value Stream Mapping,
  • Problem Definition / Root Cause Analysis und
  • den Massnahmenkatalog.

capture process and problem www.prozessraum.ch

Value Stream Mapping (VSM)

Die Value Stream Map ist eine strukturierte Form den Prozess aufzuzeigen mit dem Ziel die Probleme in einem Prozess zu finden.

Nicht nur hilft dieses Tool den Mitarbeitern das Business besser zu verstehen, sondern fördert das Denken wie man Verbesserungen anbringen könnte.

Value Stream Mapping Template wwww.prozessraum.ch

Ursachenforschung – Root Cause Analysis

Dieses Bild ist eine Übersicht über die Werkzeuge zur Ursachenanalyse. Sind die Probleme über die VSM erst einmal ermittelt, muss man zum Kern des Problemes, der Ursache, vordringen.

Dabei hilft die Root Cause Analysis, welche verschiedene Varianten hat. Nicht alle Tools müssen verwendet, sondern man entscheidet sich für eines oder die Kombination aus zweien. Für einfachere Probleme nehme ich jeweils das 5 Why und für komplexere das Fishbone Diagramm.

tools for root cause analysis www.prozessraum.ch

Die Schritte um ein Problem strukturiert zu lösen

Einstein hat mal gesagt: Wenn ich 60 Minuten Zeit hätte um ein Problem zu lösen, würde ich 55 Minuten Zeit aufwenden um das Problem zu verstehen und 5 Minuten um es zu lösen. Und genau so mache es auch. Das Problem zu beschreiben ist essenziell. So verstehe ich auch, wie wichtig es ist und mit welcher Priorität ich es zu behandeln habe. Ich will wissen, wie oft es vorkommt, wie lange es jeweils dauert es zu beheben, wo es vorkommt etc. Dazu nutze ich jeweils meine 6 W Tabelle.

ZDF (Zahlen, Daten, Fakten) statt ARD (ahnungslos, raten und diskutieren), das ist mein Motto.

Steht das Problem fest kann man beginnen mit der “5-Why Methode” tiefer zu “bohren”, um an die Ursache des Problems zu kommen. Sobald die Ursache klar ersichtlich ist, hat man eigentlich auch schon die Aktion, um das Problem zu lösen. Bedenkt hier, das es kurzfristige, mittelfristige und langfristige Lösungen gibt. Oftmals bekomme ich zu hören, dass dies mit der IT gelöst werden muss und das dies sehr lange dauern wird. Dann frage ich: lohnt es sich in der Zwischenzeit etwas zu ändern, damit es besser wird, oder warten wir solange, bis eine IT-Lösung kommt? Zu 90% höre ich dann, das es sich lohnt die kurzfristigen Prozessanpassungen anzugehen.

In unserem Fall haben wir weder die Belegung mit Daten und Fakten gemacht noch sind wir über den Drill-Down (so nennt sich das Bohren in Fachsprache) hinausgegangen.

12 steps problem solving www.prozessraum.ch

Die 5-Warum Methode

Die 5-Why Methode ist ein weiteres sehr elegantes Tool aus der Prozessmanagementlehre.

Wie bereits beschrieben, fragt man so oft “Warum”, bis man sicher ist die Ursache für ein Problem gefunden zu haben.

Das hört sich trivial an, braucht aber sehr viel Fokus und Willen, um nicht zu früh aufzuhören. Ist die Ursache gefunden, kann diese auf dem Massnahmenkatalog.

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Der Action-Plan oder Massnahmenkatalog

Der Action Plan oder Massnahmenkatalog führt jetzt die gefundenen Probleme auf. Beschreibt diese auf die genaueste Weise und zeigt die Ursache auf. Danach was der nächste Schritt zur Lösung ist und wer für die Problembehebung verantwortlich ist. Für jedes Problem gibt es eine verantwortliche Person, niemals mehrere, denn bei mehreren, verlässt man sich immer auf den anderen und nichts wird getan. Und dann gibt es einen Overall Verantwortlichen, welcher immer wieder den Fortschritt überprüft. Damit das verbindlich bleibt, sollte ein Enddatum gewählt werden, welches auch vom Overall Verantwortlichen im Blickfeld gehalten werden muss.

Für den Auftraggeber ist dies meist der entscheidende Schritt und Grund für den Workshop, einen klaren Massnahmen Katalog in den Händen zu halten.

Die Action Liste mache ich jeweils auf SharePoint oder im Excel – Siehe untenstehendes Beispiel:

action plan www.prozessraum.ch

Resultate präsentieren, verstehen und verständlich machen

Die Teilnehmer unseres Kunden waren überaus Aufnahmefähig und ich habe mich dazu entschlossen die Teilnehmer in Gruppen einzuteilen um die Ursachenforschung für verschiedene Probleme selbstständig zu evaluieren. So haben wir in kürzerer Zeit für mehr Probleme die Ursachen und Massnahmen gefunden.

Danach ist es aber wichtig, dass die Teilnehmer die gefunden Ursachen mit den anderen Kollegen teilen. Hierfür lässt man die gemachten Gruppenarbeiten präsentieren und von der Gruppe besprechen. Es ist ganz sicher, dass nicht jeder mit den erarbeiteten Resultaten übereinstimmen wird.

Das ist auch gewünscht so, denn es geht ja darum ein gemeinsames Verständnis für die Probleme zu entwickeln und dann die wirklichen Ursachen und die Massnahmen aufzuschreiben.

Die erneute Auseinandersetzung mit einer erarbeiteten Lösung lässt die Qualität steigen.

Es ist immerhin gut möglich, dass jemand entscheidendes für einen Prozess in einer anderen Gruppe war und jetzt einen guten Input liefert.

Warum jetzt? Oftmals sind Betroffene so tief in der Thematik, dass ohne diese Vorarbeit, die wahren Ursachen nicht gesehen werden. Ansonsten wären diese wahrscheinlich längst behoben. Probleme sind aber den meisten Teilnehmern sehr wohl bekannt. Doch ein Toolset für die strukturierte Umsetzung dieser fehlt ihnen. Diese gebe ich ihnen zur Hand.

Steht fest, dass wir am definierten Ziel sind, werden die Whiteboards fotografiert um die Dokumentation sicherzustellen.

Feedback einholen und loop back

Wenn du am Anfang die Erwartungen abgeholt hast, bist Du in der Pflicht zu fragen, ob diese getroffen wurden.

Wer nicht gefragt hat, sollte trotzdem ein Feedback von den Teilnehmern einholen. Diese Fragen helfen ein gutes Feedback zu bekommen.

  • Was hat mir gut gefallen
  • Was war nicht so gut
  • Was hat mir gefehlt
  • Was habe ich gelernt

Das Feedback ist für uns zur Verbesserung des Services zwar super wichtig, aber auch die Teilnehmer können hier lernen.

Diese Reflektion am Ende vom Tag hilft es, ohne Filter die Emotionen und das Erlebte abzuholen. Außerdem bekommt man so meiner Meinung nach, ein ehrlicheres Feedback, was das Thema angeht.

Hier ein Beispiel wie das in unserem Fall aussah.

feedback collage www.prozessraum.ch

Die Workshop Nachbearbeitung

Zur Nachbereitung gehört all das, was wir am Anfang mit dem Auftraggeber definiert haben.

In diesem Beispiel wollten wir den IST-Prozess analysieren und dessen Probleme aus der Sicht der MA aufdecken und zu einem Action Plan kommen.

Die Umsetzung dieser Liste ist dabei nicht Teil gewesen und wird von der Firma alleine angegangen. Doch oftmals braucht es weitere Unterstützung um das Momentum nicht zu verlieren. Denn kaum im Büro-Alltag zurück, vergisst man oft, dass da noch ein paar Tasks aus dem Workshop zu erledigen sind.

Wie oben erwähnt haben wir hierfür diverse Werkzeuge eingesetzt:

  • Brainstorming
  • Value Stream Mapping
  • Problem Erkennung und Definition in 12 Schritten
  • Ursachenforschung mit 5-Why Methode
  • Action Plan

Gerne präsentieren wir hier die Ergebnisse und wie das gesamte Bild dann in ausgefüllter Form aussieht.

Brainstorming / Open Discussion

Dieses Werkzeug wurde zum Facilitieren eingesetzt und ein wirkliches Work Product wurde in diesem speziellen Fall nicht erstellt. Das Wichtige war, dass die Teilnehmer offen über ihre Probleme aus dem Alltag sprechen und sich mitteilen. Ansonsten wären keine Probleme offenbart worden an denen gearbeitet hätte können.

VSM – Value Stream Mapping

Anhand der vielen Blitze auf dem Prozess sieht man sofort, dass die Teilnehmer super mitgemacht haben. Es sind viele Dinge aufgekommen, die den Meisten so nicht bewusst waren.

Es fällt auch auf, dass wir mit dem Prozess nur bis zur Hälfte gekommen sind und bereits 20 Probleme gefunden haben. Nicht alle Probleme sind riesige Baustellen, aber die wirklichen großen Fische stehen später im Massnahmenkatalog, die kleinen selbstverständlich auch, doch mit einer tieferen Priorität.

VSM ausgefüllt www.prozessraum.ch

Liste der Probleme

Mit Hilfe einer fleißigen Helferin haben wir es geschafft alle 20 Probleme auf zwei Whiteboards aufzuschreiben und zu bewerten.

Die Bewertung der subjektiven Wichtigkeit wurde hierbei von den Teilnehmern selbst durchgeführt.

Es war wirklich beeindruckend zu sehen wie offen alle waren, um an den Kern der Sache zu kommen was die Probleme im Prozess angehen. Ansonsten kommt man nicht auf so eine Anzahl von sehr guten Punkten zu einem einzigen Prozess.

Massnahmenkatalog oder Open Challenge List

Am Ende wurden die gesamten Statements in eine Excel Liste übertragen. Wie bereits erwähnt gehört das zu unserem Service und wurde nicht von den Teilnehmern gemacht.

Diese Liste ist jetzt sozusagen die Roadmap für den angestrebten Change.

Es wurde offensichtlich, dass auch schon durch viele kleine Änderungen eine riesige Wirkung erzielt werden kann. Das ist die Macht dieses Systems und bringt Teilnehmer immer wieder zum Staunen.

Open Challenge List www.prozessraum.ch

das foto protokoll – was haben wir gemacht?

Alle Bilder, die in diesem Artikel aufgezeigt werden, ergeben am Schluss das Foto Protokoll. Hierfür muss während des Workshops oder danach aber auch alles fotografiert werden.

Die Teilnehmer müssen nach dem Workshop die Chance haben sich an der geleisteten Arbeit zu orientieren und erinnern, worum es ging.

Außerdem werden Ergebnisse oft auch Nicht-Teilnehmern und dem Management präsentiert, da braucht es eine gute Dokumentation für das Verständnis.

Zu guter Letzt, hilft es auch eine visuelle Kontrolle über den Weg zu haben, wie man zum Ergebnis gekommen ist.

Zusammenfassung

Wer einen Workshop erfolgreich planen und durchführen möchte, sollte sich an einige Dinge halten.

Die Planung ist das A und O und darf nicht zu leicht genommen werden. Von der Lokation über die Teilnehmer, das Mittagessen oder den Beamer. Alles muss vorher klar sein oder man gerät leicht in Stress bevor es los geht.

Die Arbeit während des Workshops muss gelenkt und geführt werden. Am Besten man hat vorher klar die Regeln definiert und darauf verwiesen. Macht man dies nicht, wird es schnell brenzlig, wenn die Gemüter auf Hoch-Touren kommen.

Der Verlauf und das Ziel müssen klar kommuniziert werden und auch wie dieses erreicht werden soll. Dann führt man professionell ohne sich einzumischen durch das Dickicht der Informationen auf die andere Seite zur Lösung.

Am Ende sollte der Raum visuell die geleistete Arbeit widerspiegeln. Das ist wichtig für die Nachbearbeitung und das Protokoll, also nicht vergessen Fotos zu machen.

Nach dem Workshop erwartet der Kunde meistens die erarbeiteten Ergebnisse in irgendeiner Form. Nicht nur um an den Lösungen zu arbeiten, sondern auch um diese in der Firma kommunizieren zu können. Das ist auch die Aufgabe vom Workshopleiter und sollte im Voraus geklärt werden, welche Erwartungen der Auftraggeber hier hat.

Der Workshop ist nur eine Kick-off Veranstaltung und danach muss die Umsetzung folgen. Hierbei zu unterstützen ist für mich selbstverständlich, denn die Umsetzung, das dran bleiben, ist die Herausforderung und an dieser hapert es oft. Dabei helfe ich und setze einen Projektplan auf, und begleite, coache und mentore die Massnahmen-Umsetzer.

Ergebnis

Die Erwartungen wurden erreicht und teilweise übertroffen. Das Ergebnis war ein sehr zufriedener Kunde was uns natürlich sehr freut.

Video Testimonial – von David Pircher

Wie können wir unterstützen?

Einfach anrufen oder eine online Anfrage senden für eine unverbindliche Beratung.

We worked on process optimization together with prozessraum. It helped us pretty much to systematically approach the analysis of processes with the focus on what is really important and work concentrated on the root causes. Certainly we liked the friendly and professional guidance throughout the workshop so if there is another chance to work together with Prozessraum we would appreciate to work their team again. I can only recommend Lara and Alessandro to dive into process work.

David Pircher www.prozessraum.ch
David Pircher
Head Technical Development, Sigvaris

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