Waste vermeiden für mehr Effizienz und Qualität

Im Lean Management wird oft von Waste, Verschwendung, aber auch von Muda, Mudi und Mura gesprochen. Die Vermeidung von Muda ist Bestandteil der Toyota-Philosophie.

Muda ist das japanische Wort für Verschwendung – „eine menschliche Aktivität, die Ressourcen verbraucht, aber keinen Wert erzeugt“ (Wallace J. Hopp).

Mudi bedeutet Überlastung und Mura wird mit Unausgeglichenheit übersetzt. Zusammen mit Muda, also Verschwendung, behindern sie Prozesse, verlangsamen ihn oder blockieren den Prozess ganz.

Es gibt 7 Verschwendungsarten, welche man sich gut mit der Eselsbrücke „TIM WOOD“ merken kann. Dazu kommt eine neuere Verschwendungsart – Mind. Das nichtgenutzte Potential von Mitarbeitenden wird seit einiger Zeit ebenfalls als Verschwendung gewertet und gewinnt immer mehr an Bedeutung.

TIM WOOD ist überall – 7+1 Arten der Verschwendung (Waste)

  • T = Transport
  • I = Inventory = Lager & Bestände
  • M = Motion = schlechte Ergonomie (Laufwege/Bewegung)
  • W = Waiting = Warten
  • O = Overproduction = Überproduktion
  • O = Overengineering = zu viele Funktionen, zu hohe Komplexität (Verarbeitung)
  • D = Defects = Ausschuss und Nacharbeit (Fehler & Korrekturen)

+ M = Mind = nicht genutztes Potential bei den Mitarbeitenden

Wenn Unternehmungen und Organisationen ihre Effizienz und Qualität steigern möchten, müssen sie also die Verschwendung erkennen und eliminieren. Verschwendung führt zu Verlusten – und zwar in allen Bereichen einer Unternehmung. Das „Root Cause Problem Solving“ (RCPS) hilft dabei die Probleme zu verstehen, die Ursachen der Probleme (Root Cause) herauszufinden, Massnahmen zu erarbeiten und schliesslich die Probleme zu beheben. Dies kann mittels Value Stream Mapping (VSM) geschehen: Bei der Analyse eines Prozesses werden die nicht-wertschöpfenden Tätigkeiten identifiziert und in einem weiteren Schritt und mit entsprechenden Massnahmen minimiert oder beseitigt. Das Vermeiden von Waste ist Teil der kontinuierlichen Verbesserung (Kaizen).

Im letzten Abschnitt wurde deutlich, dass Waste/Muda nicht als eigenständiges Konzept betrachtet werden kann – es handelt sich vielmehr um einen Leitgedanken der des Lean Managements, welchen man mit diversen Tools im Unternehmen etablieren kann.

Wer Waste im eigenen Unternehmen vermeiden will muss zuerst ganz genau hinsehen und bestehende Prozesse analysieren. Erst danach können Massnahmen erarbeitet werden. Lässt man den Schritt der Analyse aus, riskiert man weitere Verschwendung von Ressourcen.



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